Heikos private Seite

Soldatenwitze

Der General lässt die Kompanie antreten, geht auf den Hauptmann zu und schüttelt ihm kräftig die Hand: „Ich gratuliere Ihnen zu dieser Truppe. Fünfmal wurde Sie beim Ansturm zurückgeworfen, und immer wieder sind die Männer nach vorne gestürmt!" Hauptmann: „Kein Wunder, es sind alles Handelsvertreter!

Bolle wird für den Volkssturm gemustert. Vor dem
Stabsarzt schnallt er bedächtig seine Armprothese ab und
nimmt sein Glasauge heraus.
Darauf wehrt der Stabsarzt ab: „Nee, Sie sind nicht
tauglich."
Als Bolle entschwindet, verabschiedet er sich stramm mit
dem deutschen Gruß.
Darauf murmelt der Stabsarzt resigniert: „Verrückt ist er
auch noch."

Rekrut Niggenaber, was würden Sie tun, wenn Sie bemerkten, dass in der feindlichen Stellung ein paar Flintenweiber liegen?" „Einen Stoßtrupp hinschicken, Herr Unteroffizier!"

Die Pioniere der Bundeswehr durchqueren nackt einen
Fluss. Eine Dame beobachtet sie dabei und meint zu dem
neben ihr stehenden Unteroffizier: „Die sind aber alle sehr
klein."
„Na ja, das Wasser ist auch sehr kalt!"

Es ist Musterung. Der nächste. ,.Beruf?" „Gaqman beim Film."
,,Das's a Beruf! Wie geht'n das? Können Sie mal erklären, wie Sie das machen?" Der junge Mann geht zur Tür, reißt sie auf und schreit raus: . .Ihr könnt alle heimgehen! Die Stelle habe ich gekriegt!"
Während eine Korvette in Hamburg überholt wird, stirbt das Maskottchen der Schiffsmannschaft, ein Äffchen. Daraufhin telegrafiert der Erste Offizier an den im Urlaub befindlichen Kapitän: 'Unser Affe tot stopp neuen kaufen r stopp oder warten stopp bis sie zurück stop1.
"Soldaten! Unsere Marschverpflegung ist ausgegangen. ¦ Ich habe jetzt eine gute und eine schlechte Nachricht Die schlechte zuerst Ihr müsst euch jetzt von Würmern ernähren. Die gute Nachricht Sie reichen nicht für alle !"

Noch mal Rekrutenunterricht. Leutnant von Zitzelfitz unwillig, unterbricht Unteroffizier: ,,Sauerei, Mann! Unteroffizier Piefke, ma herhören. Erster Zug lernt, Sonne geht im Westen auf. Sie behaupten vor Zug zwo hier, im Osten. Mir persönlich völlig egal, wo aufgeht. Aber bitte mir in meiner Kompanie Einheitlichkeit aus, verstanden?"

Ein Hauptmann steht an einer Litfasssäule und betrachtet die Vorübergehenden. Neben ihn stellt sich ein einfacher Soldat und studiert die Theaterpläne. Starr mustert ihn der Offizier. Ebenso starr schaut, aufmerksam geworden, der Soldat zurück. Eine ganze Weile später reißt es den Soldaten, erfährt hoch, grüßt zackig und sagt: „Entschuld'gens scho, Herr Hauptmann, beinah hätt I aufs Grüßen vergessen."

Ein Offizier kommt in den Duschraum und schreit: „Verdammt, Krause, was muss ich sehen? Sie onanieren ja!" Darauf der Rekrut Krause: „Wie schnell ich mich wasche, das müssen Sie mir schon überlassen!"

Strehl bei der Instruktionsstunde des Leutnants: „Na",
sagt dieser leutselig. „Wann darf der Soldat den
Zapfenstreich ohne besondere Genehmigung
überschreiten?"
„Wann ihn keener erwischt, Herr Leutnant."

Der Bursche verkippte immer den Tee, den er seinem Hauptmann brachte. Der drohte ihm deswegen fürchterliche Strafen an. Und siehe da, plötzlich klappte es. Belobigt, sagt der Bursche freudig: „Bis vor der Tür hab i den Tee in'n Mund genommen und dann erst in die Tassen gelassen."

Wieder ist der Stabsfeldwebel auf dem Siedepunkt und
wieder ist das Objekt Krüger. „Zum letzten mal frage ich
Sie jetzt, Krüger, was heißt das Kommando:
'Stillgestanden!'?"
„Stillgestanden heißt...", stottert Krüger, „stillgestanden
heißt eben stillgestanden."
„Sie Idiot, wie oft habe ich schon gesagt, dass
'stillgestanden' soviel bedeutet wie 'scheintot'."

Schütze Strehl gehört auch nicht gerade zu den begeisterten Soldaten. Befragt, warum der Soldat sein Leben für das Vaterland opfern soll, antwortet er prompt: „Richtig, warum soll er eigentlich?"

Der Stabsarzt donnert Krüger an: „Sie unmilitärisches Würstchen, Sie, wissen Sie denn überhaupt, wogegen Sie heute geimpft worden sind?" Schütze Krüger empört sich: „Gegen meinen Willen wurde ich geimpft."

Die Kompanie ist angetreten. Der Spieß ruft: „Alle, die
Klavier spielen, rechts raustreten!"
Drei Mann folgen seinem Befehl.
„Alle Studenten auf die linke Seite!"
Acht Mann wandern nach links.
Daraufhin stemmt der Spieß die Hände in die Seiten und
schmettert: „Die Klavierspieler melden sich beim Koch
zum Kartoffelschälen, und die Studenten fegen den
Hof... Die ganze Kompanie rrrrechtsum zum Exerzieren,
marsch!"

Bei der Musterung stehen die Rekruten splitternackt zur
Untersuchung vor dem Stabsarzt. In der vordersten
Reihe steht ein Mann und verdeckt mit seinen Händen
schamhaft seine untere Körperpartie.
Sagt der Arzt: „Genieren Sie sich nicht so! Sie können
doch stolz auf Ihr Prachtstück sein!"
Seufzt der Rekrut: „Das bin ich doch nicht, das ist der
Drängelfritze hinter mir!"

„Gefreiter Braun, Sie haben um zwei Wochen Urlaub
nachgesucht, weil Ihre Frau schwer erkrankt ist?"
,,Jawohl, Herr Hauptmann!"
,.Gefreiter Braun", tobt der Hauptmann daraufhin, „Sie
lügen. Ich habe Ihre Frau angerufen. Sie ist vollkommen
gesund, hat sie mir selbst versichert!"
,,Herr Hauptmann, im Regiment erzählt man sich, Sie
könnten lügen, ohne rot zu werden. Es stimmt. Herr
Hauptmann: ich habe gar keine Frau!"

Der Spieß wird versetzt. Die Kompanie traut ihren Ohren nicht und glaubt es erst, als die Abschiedsstunde da ist. Der Spieß hält eine rührende Abschiedsrede: „Die Trennung fällt mir wirklich schwer, ihr seid mir sehr ans Herz gewachsen, wenn ihr auch ein Sauhaufen seid. Hoffentlich", er räuspert sich nicht ganz glaubhaft, „hoffentlich bekommt ihr einen guten Nachfolger, vielleicht gefällt euch der sogar besser als ich ... na, was meinen Sie dazu, Schütze Krüger?"
Der schüttelt traurig den Kopf: „Nee, jloobe ick nich, Herr Hauptfeldwebel, wir harn imma Pech jehabt mit unsre Vorjesetzten."
Der nächste Spieß kommt und Krügers pessimistische
Voraussage erfüllt sich, besonders soweit es ihn selbst
betrifft. In der ersten Instruktionsstunde hat der Spieß
Krüger bereits entdeckt, und die Fragen prasseln
erbarmungslos nieder: „Wovor fürchtet sich der Soldat am
meisten?"
„Vor nichts."
„Doch, Schütze Krüger", sagt der neue Spieß ungeduldig.
„Vor etwas fürchtet sich der Soldat, na, was ist das?"
Krüger ist verzweifelt. „Vielleicht vor dem Feind... oder...
oder wwor Gggggott?"
„Dummes Zeug", bellt der Spieß. „Ich halte doch keine
Religionsstunde... Der Soldat fürchtet sich natürlich vor
seinem direkten Vorgesetzten... verstanden?"

Fähnrich Beier wird von den Kameraden sehr bewundert, weil er bei den Prüfungen in Taktik und Strategie immer der Beste ist. Befragt, lächelt er überlegen und sagt: „Das ist ganz einfach! Ich überlege schnell alle Möglichkeiten, versuche, meine Eindrücke vom Feind zusammenzufassen, prüfe die eigene Stellung nach, denke alles durch und ..."
„Dann ist es richtig", unterbricht ihn ein Kamerad. „Bei mir ist es aber immer falsch, und ich mache es genauso." „Aussprechen lassen", sagt der Taktiker. „Wenn ich einen Entschluss gefasst habe, sage ich genau das Gegenteil davon, und das stimmt immer."

Die junge Leutnantsfrau nimmt zum erstenmal am
Kasinoball teil. Ihr Tischnachbar ist ein Oberst. Mit dem
Mut der Verzweiflung beginnt sie die Konversation:
„Lieben der Herr Oberst die Musik?"
Der lächelt freundlich: „Lieben kann ich nicht sagen, ich
dulde sie."
Mit der Antwort kann die kleine Frau nicht viel anfangen,
darum fragt sie weiter: „Aber sicher doch Wagner?"
„Um Gottes willen", wird der Oberst lebhaft. „Den kann ich
am allerwenigsten leiden, da kann man ja nicht einmal
schlafen."

Bei der Bundeswehr wird Munition ausgegeben. Warnt der Offizier: "Vorsicht, Männer! Neulich sind bei dieser Gelegenheit zehn Mann in die Luft geflogen!" Sagt Schnieder: "Och, das kann uns nicht passieren! Wir sind ja nur fünf!"

Militärsprache ist fast genauso ergötzlich wie die auf den Ämtern. - Schütze Strehl liegt im Revier und erhält Besuch von seiner Braut. Um den ewig grinsenden Mitkranken zu entfliehen, gehen beide auf den Gang. Als m sie entdeckt werden, muss der Vorfall gemeldet werden, und Strehl wird bestraft. Das hört sich folgendermaßen an: „Schütze Strehl wird mit Zimmerarrest bestraft, weil er mit einem weiblichen Wesen auf dem Gang stehend, statt im Bett liegend, angetroffen wurde."

Auf der Party fragt eine Blondine einen jungen Mann: „Was machen Sie beruflich?" v „Ich bin Deckoffizier bei der Marine."
„Ach, hat die Marine auch einen Reitstall?"

In der Instruktionsstunde wird gefragt: „Welcher
Unterschied besteht zwischen Vorsicht und Feigheit?" Ein Soldat meldet sich: „Wenn ein Vorgesetzter Angst hat und sich zurückhält, so ist das Vorsicht! Wenn aber einem Soldaten angst ist, so ist das Feigheit."

Ein ehemals im Ausland stationierter Oberst ist
zurückgekehrt und hat geheiratet. Er hat seinen Diener mitgebracht, der gebrochen Deutsch spricht. Von den Flitterwochen zurückgekehrt, befiehlt der Oberst ihm, am nächsten Tag wie üblich zu wecken. Am nächsten Morgen stolpert der Diener also um sieben Uhr ins Schlafzimmer, rüttelt den Herrn Oberst nebst Gattin heftig wach und fragt: „Sollen erst Kaffee machen oder kleine Hexe ins Dorf jagen?"

Zwei Freiwillige unterhalten sich in der Kantine über ihre Gründe, zur Bundeswehr zu gehen. Sagt der eine: „Ich habe mich gemeldet, weil ich nicht verheiratet bin, Angehörige habe ich auch keine, und raufen tu ich besonders gerne, vielleicht wird mal was draus... Und du?" Der andere zuckt melancholisch die Achseln: „Ich bin verheiratet und habe mich trotzdem gemeldet, weil ich nämlich die Ruhe, Ordnung und den Frieden liebe."

Wenner aus Ostberlin muss in die Volksarmee. Eines
Tages beschwert er sich wütend beim Koch: „Mensch, ihr
Schweine, meine janze Suppe is voll Sand. Könnt ihr denn
nich uffpassen!"
Der Küchenbulle schnauzt ihn an: „Weeßte denn nich,
wozu de in de Volksarmee bist?"
„Klar, weeß ick det", gibt Wenner hitzig zurück. „Ick soll
de volksdemokratische Heimaterde verteidjen, aber von
fressen hat keen Mensch wat jesacht."

Ein Unteroffizier schäkert während einer Manöverpause mit der Magd des Hauses, in dem er einquartiert ist. Er bedrängt sie heftig, doch ohne Erfolg. Schließlich erklärt sie schmollend: „Na, bei mir net! Eich Herren vom Militär kennt man. Flurschäden werden ohne Feilschen bezahlt, aber Alimente, oh je!"

Der angehende Sanitätsgefreite Piesel wird geprüft: „Was verstehen Sie unter einer Auskugelung?" fragt der Stabsarzt. „Das ist", stottert der Gefreite, „das ist, wenn ein Glied aus der Pfanne springt!"

Ein Landser fährt nach Hause in Urlaub. Das Abteil ist gesteckt voll. Der Held der Gruppe ist ein Gefreiter, der gerade aus dem Lazarett kommt. Sein Tornister zeigt noch mehrere Kugellöcher und wird gebührend bestaunt. B Respektvoll fragt der Landser: „Wat denn, det schwere Ding trägste die ganze Zeit uffm Marsch?" Verblüfft antwortet der Gefreite: „Nee, aufm Rücken natürlich."

Instruktionsstunde! Manöverkritik des Feindes ist an der Reihe. „Also beginnt der Leutnant. „Schütze Strehl, Sie fahren im Kübelwagen über eine riesige leere Fläche,
keine Deckungsmöglichkeit vorhanden. Was tun Sie, wenn ein Flugzeug Tiefangriff auf Sie macht?" „Ich springe aus dem Wagen und werfe mich in eine
Bodenwelle."
„Nix da", wehrt der Leutnant ab. „Der knallt Sie ab wie
ein Karnickel. Was Sie da, Schütze Krüger?"
„Unter den Wagen kriechen!"
Der Leutnant wiegt den Kopf: „Schon besser, aber noch
nicht die Lösung. Er könnte Sie durch das Bodenblech
treffen oder den Benzintank in Flammen schießen...
Nun, Schütze Warnecke?"
„Zu Befehl, Herr Leutnant, ich würde den linken Winker
heraustun." „Wozu das?" „Und dann nach rechts fahren."

Der alternde General schaut im Bordell an sich herunter und schreit: „Stillgestanden! Das ist ein Befehl!"

Benimm-Unterricht einst im masurischen Regiment.
„Kaczmarek", sagte der Unteroffizier, ,,was tust du, wenn
du dem Herrn Feldwebel versehentlich auf die Hände
trittst?"
,,lch tu eins in die Fresse kriegen!" schrie Kaczmarek
aufspringend und strammstehend.

Ein junger Leutnant erhält während des Krieges Heiratsurlaub. Nach zehn Tagen ist er zurück und wird vom Kommandanten nach der Trauung befragt. Da gesteht er, nicht geheiratet zu haben. Der Kommandant setzt zu einer gewaltigen Strafpredigt an, es ist die Rede von Urlaubserschleichung und dergleichen. Daraufhin zuckt der Leutnant die Achseln und meint traurig: „Ich hatte den besten Willen zur Ehe und habe die ganzen zehn Tage an meine Braut hingeredet, aber sie wollte partout nicht."

Auch beim Frühsport ist Strehl nicht gerade einer der Eifrigsten. Es ist 'Radfahren' befohlen. Die Soldaten liegen also auf dem Rücken und strampeln mit gesammelter Aufmerksamkeit. Strehl wird die Übung zu anstrengend, und er verschränkt lediglich die Beine. Der Spieß brüllt natürlich sofort los, als er diesen 'Dorn im Auge' gewahrt. Sagt Strehl beleidigt: „Gestatten, Herr Wachtmeister, dass ich eben mal den Freilauf betätige."

„Schütze Harmsen, was haben Sie gestern beim Manöver
gemacht?"
„Zwei Frauen gerettet, Herr Unteroffizier. Eine für Herrn
Hauptmann und eine für mich."

Auf einer Manöverübung meldet sich ein Soldat krank wegen wunder Füße. Der Kompaniechef ist gar nicht einverstanden damit: „So was gibt's bei mir nicht! Ein anständiger Soldat ist entweder gesund, dann hat er m gefälligst seinen Dienst abzureißen, oder er ist tot, dann wird er mit militärischen Ehren beigesetzt."

Strehl hat es mit dem Leutnant verdorben, der ihn so kopfscheu gemacht hat, dass der arme Schütze auf jede Frage nur noch mit: „Zu Befehl!" antwortet. Darüber wird der Leutnant nun so ärgerlich, dass er den Schützen Strehl anfährt: „Sagen Sie doch nicht wegen jedes Sch... drecks 'zu Befehl', das heißt doch weiter nichts, als 'du kannst mich mal!" Darauf erwidert Strehl mit verklärtem Gesicht: „Zu Befehl,
Herr Leutnant."

Ein besonders verwahrloster Unterstand wird vom Obersten inspiriert. Der schimpft wie ein Rohrspatz und schreit nach dem Verantwortlichen. Der Kompanieführer zuckt nur resigniert die Achseln: „Gestatten, Herr Oberst, das ist verlorene Liebesmüh. Der Kerl ist Hausbesitzer, der lässt nie was ausbessern."

In diesem jungen Staat..., wo alles noch ein bisschen ... also, da wird zur Kriegsmarine gemustert.
Fragt der Oberstabsarzt: „Können Sie schwimmen?" • Sagt der Gemusterte flüsternd zu seinem Nebenmann: „Was hab' ich gesagt? Schiffe haben sie auch keine!"

Während des Krieges gab es in den Hafenstädten
begeisterte Mädchen, die die Mannschaften der U-Boote
beim Einlaufen recht freundlich begrüßten. Eine ganz
Enthusiastische stürzte sich einmal auf einen Obermaat
und überrumpelte ihn mit der Frage, mit welcher Hand er
die Torpedos abfeuerte.
Der beschaute zweifelnd seine Hände und meinte dann:
„Mit der rechten, Fräulein."
Daraufhin stürzte sich das Mädchen auf seine Hand und
bedeckte sie mit glühenden Küssen.
Als der Kumpel des Obermaats das sah, tippte er sich an
die Stirn und knurrte: „Idiot! Warum haste nicht gesagt,
du löst den Kontakt mit deinem Mund aus?"
Ein Soldat erzählt dem anderen: „Stell dir vor, wir hatten
ein halbes Jahr lang ein Mädchen bei uns auf der Stube."
„Ausgeschlossen", tippt sich der andere an die Stirn. „Das
hätte doch jeder gemerkt."
„Idiot", sagt der Erzähler. „Sie hat doch Dienst gemacht."
„Na ja, aber beim Waschen, das hättet ihr doch
gesehen..."
„Ja wir", sagt der Berichterstatter vergnügt grinsend. „Wir
wussten es auch."

Zwei pensionierte Generale treffen sich und unterhalten sich über ihre diversen Zipperleins. Bei der Verabschiedung übermittelt der eine die besten Empfehlungen an die Gattin. Der andere revanchiert sich eilig: „Ebenfalls meine besten Grüße an die werte Frau Gemahlin." Daraufhin erwidert der erste General artig: „Besten Dank auch, der Efeu wächst immer besser."

Sehr ermutigend ist der Zuspruch, den ein Hauptmann
während des Angriffs einem Soldaten gab. Tröstend legt
er dem Zitternden eine Hand auf die Schulter: „Haben
Sie Angst?"
Der Soldat nickt mit bleichen Gesicht.
„Das haben alle", meint der Hauptmann ernst. „Aber
wissen Sie, Sinn hat es keinen."

Der Oberst hält nach der feierlichen Vereidigung der Fähnriche eine Rede: „Meine lieben Jungs. Ihr seid hier, weil Ihr Offiziere werden wollt. Um dieses Ziel zu erreichen, müsst Ihr viel lernen und schwer arbeiten. Früher war das ja anders, da gingen die zum Militär, die zu dumm waren für einen anderen Beruf. Noch zu meiner Zeit hat es das gegeben, heute nicht mehr..."

Wie schon bekannt, ist Schütze Strehl nicht einer der Schlauesten. Außerdem fällt er auch noch ständig auf, weil er immer nachhinkt. Zum x-tenmal verliert der Spieß die Geduld: „Verdammt noch mal, müssen Sie denn immer der letzte sein? Sie harn wohl noch nie was von Disziplin gehört?"
Schütze Strehl steht stramm: „Jestatten, Herr Stabsfeldwebel, nee. In ausländische Wörter war ick noch nie jut."

Während des Zweiten Weltkriegs setzten einem
Soldaten der Ostfront die Angriffe der Russen derart zu,
dass er einen Nervenschock erlitt und blindlings
zurücklief. Schließlich hielt ein Offizier ihn fest.
„Wo wollen Sie denn hin, Mann?" brüllte der. „Wissen
Sie denn nicht, dass der Angriff begonnen hat?"
Benommen schweigt der Soldat.
„Zum Donnerwetter", schüttelt ihn der Offizier. „Wissen
Sie denn nicht, wer ich bin?"
Immer noch schweigend, schüttelt der Schütze den Kopf.
„Ich bin der kommandierende Generalleutnant."
Mit den Worten: „Du lieber Himmel, ich wusste gar
nicht, dass ich bis Berlin gelaufen bin", brach der
Soldat zusammen.

Standesdünkel gibt es heute selbstredend nicht mehr. Aber einstmals. Da reisten mal ein Offizier und ein Pfarrer gemeinsam in der Postkutsche. Und dunkelten sich an, dass es fetzte.
,.Hätte ich das große Unglück", sagte der Offizier, , .einen dummen Sohn zu haben - den ließe ich Pfaffe werden."
..Sie denken anders als Ihr Herr Vater", entgegnete der Pfarrer und spitzte den Mund ein wenig.

,,Herr Hauptmann, der oberst..."
,.Schütze Schulze, es heißt Herr Oberst!"
,,Jawohl, Herr Hauptmann. Der Herr oberste Knopf bei
Ihnen ist offen!"

Beim Quartieiwechsel während des Krieges ging oft alles durcheinander. Merkwürdigerweise entwirrte sich die unübersichtliche Lage meist dann, wenn man meinte, es klappe nie mehr.
Nun, in diesem Fall war es noch nicht so weit, und man hörte immer wieder die durchdringende Stimme eines jungen Leutnants, der verzweifelt versuchte, Ordnung zu schaffen. „Verflixt noch mal", brüllte er gerade wieder mit überschnappender Stimme. „Wo bleibt denn die verdammte Offiziersbagage?"
Ein einfacher Soldat schüttelt den Kopf: „Eine Frechheit erlauben sich die jungen Stinte heutzutage..."

Der Zweite Offizier muss seinen Urlaub vorzeitig abbrechen, weil sein Schiff ausläuft. Unglücklicherweise wartet er gerade auf die Geburt des ersten Kindes. Da er ein Geizhals ist, hat er mit seiner Frau für die Benachrichtigung einen Code abgesprochen, um die Offiziersmesse nicht freihalten zu müssen. Das Telegramm kommt auch richtig nach einigen Tagen und lautet: Vorhänge glücklich angekommen stopp einer ohne stopp einer mit Troddeln stop'.

Im Hafen von La Coruna in Spanien lagen immer deutsche Kriegsschiffe. Ab und zu kamen auch spanische Offiziere an Bord. Einmal meldet nun die Wache dem Kapitän: „Melde gehorsamst Capitano de Perez de Muncipal y Dures der Ricardez Santa Barbara y Mendoza." Der Kapitän erhebt sich und sagt erstaunt: „So, ich dachte, es käme nur einer. Also lassen Sie die Herren herein."

„Mann, sind Sie des Teufels? Wie stehen Sie denn im Glied, sagen Sie mal? Treten Sie mal vor, und sehen Sie sich Ihre Richtung selbst an!"

Der Kurier der Manöverleitung kommt zu Oberleutnant von Blödow: ,,ln MG-Falle geraten! 50 Prozent Verluste!"
,.Lächerlich!" sagt von Blödow. ..Hab" doch überhaupt nur 70 Mann eingesetzt!"


Im Offizierskasino kursierte folgender Ausspruch über die Infanterie: 'Eine merkwürdige Waffengattung ist das! Sie fährt nicht, sie reitet nicht, und unser himmlischer Vater bewegt sie doch!"

Folgende Meldung wurde bekannt gegeben: 'Der Herr Oberst hat für morgen nacht eine außerplanmäßige Mondfinsternis angesetzt, der die Mannschaften geschlossen beizuwohnen haben. Sollten sich Wolken einfinden, wird das Naturereignis abgesagt'.