Heikos private Seite

Graf Bobby und Co.

"Hertha, ist es wahr, dass Sie mit dem Herrn Grafen geschlafen haben, als ich verreist war?" „ Ja, Frau Gräfin." „Ja, um Himmels willen, was haben Sie ihm denn gesagt, als er Sie darum bat?"„ Ich habe gesagt: Stets zu Diensten, gnädiger Herr!"

Auch in Deutschland ist in den besseren Kreisen heute das Golf spielen Mode. Eines warmen Sommernachmittags spielen einmal drei Gräfinnen draußen vor der Stadt ihre Partie, als eine von ihnen den Ball ins Gebüsch schlägt. Alle drei gehen suchen und sehen plötzlich einen splitterfasernackten Mann, der sich sonnt, im Gras liegen. Über das Gesicht hat er eine Zeitung gebreitet. Der Ball liegt neben ihm. Die Damen heben ihn auf und verschwinden wieder, ohne den Mann aufzuwecken. „ Mein Mann war das nicht", sagt die eine Dame nachdenklich. Die zweite stimmt ihr zu: „ Nein, das war nicht dein Mann."Da mischt sich die dritte ein: „ Das war überhaupt kein Mann aus dem Club."

Der alte Graf Ludewig hat sich entschlossen, noch einmal zu heiraten. Gewiss, er ist fünfzig, und seine Angebetete um die Hälfte jünger. Graf Hohenester macht ihm Vorwürfe. „ Das kannst du doch nicht machen", sagt er. „ Jetzt bist du fünfzig, und sie ist fünfundzwanzig. In zehn Jahren bist du sechzig und sie ist fünfunddreißig. Und in weiteren zehn Jahren wirst du siebzig sein und sie ist fünfundvierzig."Triumphierend hält Graf Hohenester in seiner Rede inne. Graf Ludewig senkt betrübt das Haupt: „ Du hast eigentlich recht", meint er. „ Was soll man dann anfangen mit so einer alten Frau."

Bobby will eine Reise machen und wendet sich an den Mucki um Rat. „ Schau, ich hab da solch an herrlichen Prospekt von einer Gegend, die ich net kenn, und ich würd auch gern hinfahrn, aber... ich weiß nicht recht..." „ Ja, warum fahrst'n net, wann's dir gefallt?" „ Ja, weil man dort zu nix Zeit hat... schau selbst... da steht: von sieben bis zehn Uhr Frühstück, von zehn bis zwölf Kirchenbesichtigung, von zwölf bis vierzehn Uhr Mittagbrot, von vierzehn bis siebzehn Uhr Pause und von siebzehn bis zwanzig Uhr Nachtessen. Nach zwanzig Uhr is eh dunkel, also sag selbst, wann soll ich mir denn da die Gegend anschaun?"

Gräfin Maritza fragt ihr Hausmädchen: „ Warum wollen Sie denn unbedingt kündigen? Ich begreife sie nicht." „ Sie nicht, aber Ihr Mann dauernd!"

„ Warum hat Graf Woitilla seinen neuen Gärtner entlassen?" „ Er hat die Erika umgehackt!" „Das ist doch nicht schlimm." „Sie war immerhin seine Lieblingstochter."

Auf dieser Jagdpartie kommt die Rede auf einen dahingeschiedenen Kumpanen, der an Gehirnhautentzündung gestorben ist. „Ja, ja", sagt Graf Bobby bedeutungsschwer. „ Mit der Krankheit kenn ich mich aus. Entweder man stirbt dran, oder man wird blöd. Ich hab sie auch gehabt."

„ Frau Gräfin Heinesfeld", sagt der Arzt, „ möchten Sie vielleicht auch etwas für unser neues Trinkerheim beisteuern?" „Gerne ja. Sie können meinen Mann haben."

Frau Gieske trifft ihre ehemalige Chefin beim Einkaufen in der Stadt. „Na, wie geht's denn so, Frau Gräfin?" „Ach, sehr gut, Frau Gieske. Und stellen Sie sich vor, vor sechs Monaten habe ich unseren ersten Sohn zur Welt gebracht." „Das ist aber nett, Frau Gräfin, und wer ist der Vater?" „Aber Frau Gieske, das ist ja unverschämt! Wie können Sie so etwas fragen?" „Nun werden Sie mal nicht gleich böse. Ich dachte halt, Sie kennen ihn."

Als beide alt geworden sind, fragt der Mucki einmal sinnend den Bobby: „ Du, sag einmal, wie lang bist du denn jetzt verheirat?" Bobby überlegt: „ Na so dreißig Jahr' wer'n des scho sei, eher noch mehr." „Nun erzähl doch einmal aufrichtig, Bobby", setzt der Mucki an. „ Was reizt dich denn dann noch an deiner Frau? "Wie aus der Pistole geschossen, antwortet Bobby: „ Jedes Wort!"

„Warum wollen Sie denn kündigen?" fragt die Gräfin ihre Perle. „ Ich denke, es gefällt Ihnen so gut bei uns?" „ Natürlich, das stimmt auch", kleinlaut kommt die Antwort. „Aber Ihr Mann ist ja so eifersüchtig auf den Briefträger!"

„Johann", sagt der Baron zu seinem Diener, „ wer ist da an der Tür?" „Jemand von der Heilsarmee, man sammelt für das Trinkerheim." „Gut, Johann, eine Flasche von dem roten Tischwein."

Einmal kommt der Bobby ganz bleich zum Mucki und erzählt aufgeregt: „ Stell dir vor, Mucki. Letzte Nacht hat mir geträumt, ich bin ein Pferd auf der Weide und freß dauernd Gras ... Ist das nicht schrecklich?" „ Warum soll das schrecklich sein?" beruhigt ihn Mucki. „ Es war doch nur ein Traum." „Ja schon", meint der Bobby. „Aber wie ich aufgewacht bin, hat die halbe Matratze gefehlt."

Ein Lord hat seine Frau im Verdacht, dass sie ihn mit dem jungen Golflehrer betrügt. Er beauftragt Fallon, den Meisterdetektiv, mit Nachforschungen. Nach zwei Tagen kommt Fallon zum Lord: „ Mylord, Sie haben recht. Ich habe Ihre Gattin und den Golflehrer durch das Fernglas beobachtet. Sie lagen bei Loch acht im Grünen und haben Liebe gemacht." Sagt der Lord: „ Well. Sagen Sie, Fallon, wie lange könnte das Verhältnis schon andauern?" „Hm, ich nehme an, es geht schon den ganzen Sommer so." „Wie kommen Sie darauf?" „Na, Sie müssten mal die Sommersprossen auf dem Po des Golflehrers sehen!"

Das war furchtbar peinlich. Der Prinzregent Luitpold war schon recht alt und hatte halt einmal bei einer seiner geliebten Jagdgesellschaften...Also, jedenfalls der Oberjäger entdeckt es. Was tun, wie soll man es ihm... und hat einen Einfall und klatscht in die Hände: ,,So, Leut, und jetzt wollen wir alle mal zwischendurch unser Hosentürn zumachen!"

Graf Bobby und Baron Mucki sitzen in der Loge der gräflichen Frau Mama. Stöß t der Mucki den Bobby an: „ Pscht, hör auf mit dem Papiergeraschel. Es geht gleich los. Die Musiker stimmen schon." „ Woher weißt des?" fragt Bobby überrascht. „ Hast sie denn gezählt?"

Baron Mucki bewundert Graf Bobbys Spazierstock. „ Der schaut ja wirklich herrlich aus, ein erstklassiges Stück. Den hat dir der Herr Großpapa selig vererbt, gelt?" „Ja, schön ist er schon", meint Bobby zögernd, „ aber leider ist er mir ein bisserl zu lang." „Na schneid ihn halt ab", ermuntert ihn der Mucki. „Ich wird wohl müssen", sagt Bobby betrübt. „ Aber diese herrlich geschnitzte Krücke mit der Silbereinlegearbeit ist doch zu schad zum Abschneiden." „Aber, Bobby", schüttelt der Mucki den Kopf. „ Musst ihn doch unten abschneiden." Gekränkt schnupft der Bobby auf: „ Wo er mir doch oben zu lang ist."

Graf Bobby und Baron Mucki haben in Baden bei Wien ihr ganzes Geld im Roulette verspielt. Bobby verlässt sich auf sein Erbteil und nimmt die Sache leicht, Mucki aber ist vollständig verzweifelt. Er sinniert und sinniert -laut natürlich -, ob er sich umbringen soll. Bobby hört sich das Lamentieren stumm an, schließlich fragt ihn Mucki gekränkt: „ Dich scheint des jetzt gar nicht zu interessieren, ob ich mich umbring oder net..." „ Doch, doch", versichert Bobby eilig. „ Mich brennt's schon vor Ungeduld, zu erfahren, wie du dich entscheidest."

Gräfin von Striezau sagt zu ihrer neuen Hausangestellten: „ Ich muss Sie darauf aufmerksam machen, dass wir alle Vegetarier sind. Ich würde mich freuen, wenn ich Sie auch dazu bekehren könnte." » „ Ausgeschlossen", sagt das Mädchen. „ Ich bleibe katholisch!"

Die Dame des Hauses prüft vor der Party noch einmal die Tischordnung. Schließlich ruft sie ihre Perle: „ Hertha, sagen Sie, hier fehlt ja noch die Zuckerzange!"„Wozu eine Zuckerzange, gnädige Frau", will Hertha wissen. „Ja, sehen Sie", erklärt die Gnädige geduldig, „ das ist so: Wenn die Herren zum Beispiel auf die Toilette gehen und dann hinterher in die Zuckerdose greifen, das ist doch alles sehr unhygienisch. Verstehen Sie, Hertha?" Hertha versteht. Dann kommen die ersten Gäste. Verstimmt bemerkt die Gnädige, dass die Zuckerzange immer noch auf dem Tisch fehlt. „Aber Hertha", rügt sie das Mädchen, „ die Zuckerzange fehlt ja immer noch!" „Wieso", verteidigt sich die Perle, „ ich habe sie doch in der Toilette aufgehängt!"

Baron Mucki erkundigt sich höflich beim Grafen Bobby: „Sag, was schenkst denn deiner Frau zum Geburtstag?" „ Ehrlich, i hab kei Ahnung", erwidert Bobby. „Mögen täts halt goldene Ohrring - aber i glaub, die kriegts erst nächstes Jahr." „Und was schenkst ihr heuer?" Mucki lässt nicht locker. Bobby überlegt: „Ich lass ihr vielleicht erst einmal die Ohren durchstechen."

Frau Gräfin zum Dienstmädchen: „ Hertha, rufen Sie den Klempner an, er soll den Abfluss im Bad reparieren. Und ganz nebenbei erwähnen Sie, dass der Herr Graf nicht zu Hause ist!"

Graf Bobby steigt in Salzburg in den Zug und trifft dort seinen Freund, den Grafen Esterhazy. Beide unterhalten sich angeregt über dies und das. Schließlich meint Graf Bobby: „Siehst den Fortschritt der Technik? I fahr nach Wien und du nach Innsbruck, und beide hockn wir im gleichen Zug!"

Graf Bobby geht mit seinem Diener am FKK-Strand spazieren. Plötzlich tauchen vor ihm Bekannte auf. Bobby hält schützend die Hand vor sein edles Körperteil. Meint der Diener: „Gehn's, Herr Graf, haltens die Hand' vors Gesicht! Unten kennt Sie koaner!"

Das neue Dienstmädchen wird dem Herrn des Hauses vorgestellt. Graf: „Glauben Sie, dass Sie die Ihnen gestellten Aufgaben hier erfüllen können? Waschen, Bügeln, Kochen, Backen, Putzen?" „Ja, Herr Graf, das kann ich alles!" Graf: „Mögen Sie auch Kinder?" „Das schon. Aber die möchte ich doch lieber von meinem Verlobten bekommen!"

Das Dienstmädchen ist vom Sohn des Hauses schwanger. Fragt die Gnädigste entsetzt: „Warum haben Sie denn kein Veto eingelegt?" „ Habe ich ja, aber das muss verrutscht sein!"

Eine Minna im Bett ist immer noch besser als eine gnädige Frau auf dem Dach!

Graf Bobby hat geheiratet und kommt nach der Hochzeitsnacht zum Mucki. Dort sitzt er herum und spricht kein Wort. Besorgt erkundigt sich der Mucki nach seinem Befinden: „ Geh, was hast denn, Bobby, du bist ja so bleich? Hat's Krach 'geben mit deiner Frau?" „ Na, viel schlimmer", sagt Bobby mit dumpfer Stimme. „ Hinterher hab ich net drandenkt, dass ich verheirat bin, sondern hab hundert Schilling aufs Nachtkastl g'legt." „ Nein", stöhnt der Mucki, „ und was ist dann passiert?" Gramvoll blickt der Bobby den Mucki an: „ Sie hat's genommen ..."

Frau Gräfin erwischt das neue Stubenmädchen bei ihrem Gatten im Zimmer: „ Was tun Sie denn hier?" ruft sie. „Meine Arbeit." „Sie unverschämtes Wesen, machen Sie, dass Sie 'rauskommen. Das hier ist meine Arbeit!"

„Gädiger Herr, bei der gnädigen Frau liegt ein fremder Mann im Bett." Graf Schnorrer kneift die Augen zusammen und sagt mit erhobener Stimme: „ Holen Sie den neuen Jagdanzug, und reichen Sie mir das Schwert meines Urahnen Götz-Knut von Schnorrer." So ausgerüstet, eilt der Graf ins Schlafzimmer. Nachwenigen Minuten kommt er zurück und sagt zu Johann: „Bitte, bringen Sie dem Herrn ein Pflaster und meiner Frau einen Korkenzieher!"

Die ziemlich dicke Gräfin versucht vergebens, im Golfkurs einen Ball zu schlagen. Verzweifelt meint der Golflehrer: „ Also nein, gnädige Frau, wenn man die Beine in dieser Stellung hat, kommt man im Leben nie ins Loch!" „Ja, ja", entgegnet die Gräfin pikiert, „ mein Gärtner sagt das auch immer."

„Ich glaube, der alte Graf Schnorry hat meine Tochter nur geheiratet, weil er hofft, mein Vermögen zu erben", klagt der Graf Waldschrat seinem Freund. „Wie kommst du darauf?" „Nun, jedes mal, wenn er mir die Hand gibt, fühlt er meinen Puls!"

 

Mitten in der Nacht. „Mylord, mir scheint, im Zimmer von Mylady macht sich ein Unbefugter zu schaffen." Der Lord springt aus dem Bett, greift seine Pistole und rennt mit dem Diener zum Boudoir der Lady. Er stöß t die Tür auf. Die Situation ist eindeutig. Der Lord zielt. Ein Schuss. „ Toll, Mylord", sagt der Diener, „ ein Meisterschuss. Sie haben ihn beim Abheben erwischt."

Gräfin Neuenstein fragt ihre neue Hausangestellte: „Thea, Sie sind doch hoffentlich nicht schwatzhaft." „Aber nein, ich habe über vierzigtausend Mark auf meinem Sparbuch." „Was hat das denn damit zu tun?" „Alles Schweigegelder!"

Graf Bobby soll heiraten, aber er mag halt nicht. Seine Mama redet ihm gut zu, er solle sich wenigstens mit dem Gedanken befreunden; so bequemt er sich widerwillig, die Heiratsvorschläge wenigstens zu erörtern. „ Also, was sagst zu der Baroness Mitzi", will Bobbys Mutter wissen. „Ach geh, die Mitzi schaut doch furchtbar aus.'"Und die Komtess Gaby?" „Ach, Mama, die Gaby ist doch fett wie ein Schwein." „Und die Adelheid vom Kommerzienrat Sießer?" fragt die Mutter unverdrossen. „Geh, Mama, die ist ja viel zu alt... Aber weißt, wann ich scho heiraten muss, na würd ich am liebsten den Grafen Esterhazy nehmen." „Aber geh, Bobby", wehrt die Mama ab. „ Des geht auf gar keinen Fall, der ist doch protestantisch ..."

Graf Kandit will einen Globus kaufen und geht zu diesem Zweck in ein einschlägiges Geschäft. Nachdenklich dreht er die bunte Erdkugel nach allen Seiten. „ Ganz schön der Globus da. Aber sagen Sie, haben Sie nicht einen Globus von Österreich-Ungarn?"

Das Dienstmädchen des alternden Grafen ging zum ersten Mal in Urlaub. Sie sagte: „ Meine Schwester wird jeden Tag mal vorbeikommen und für Sie kochen, meine Mutter wird Ihre Wäsche im eigenen Haus machen, für Ihre perversen Neigungen müssen Sie sich allerdings selber nach einer Aushilfe umsehen."

Der alte Lord sagt zu seinem Butler: „ James, ich habe ein Rendezvous. Es kann spät werden. Bereiten Sie mein Sauerstoffzelt vor!"

Sagt der Bobby zu seinem Diener:Alsdann, Franz, gehn S' in die Droscherie und kaufens ein Wanzenpulver." Der Franz geht bereits, da fällt dem Bobby noch was ein. , Sagen S' aber nicht, dass es für uns ist, da müsst man sich eventuell schenieren. Sagen S', es ist für a Geschenk."

Der Mucki trifft den Bobby auf der Straße. Der ist aber so geistesabwesend, dass er glatt am Mucki vorbeirennt. Der hält ihn auf. „ Geh, Bobby, was ist denn jetzt schon wieder passiert, dass d' Leut nimmer kennst?" „ Stell dir vor", sprudelt der Bobby erregt heraus. „ Unsere Nurse hat ein Kind gekriegt." „Ja und?" wundert sich der Mucki. „ Ist des so schlimm?" „ Na, des net", erwidert der Bobby geknickt. „ Aber ich hab keine Ahnung, ob des jetzt mei Sohn oder mei Enkel ist."

Der Herr Graf kommt vorzeitig von der Jagd zurück und überrascht seine Frau mit einem Fremden im Bett. Ruft er: „ James, meine Flinte, ich werde die beiden erschießen!" „Bedaure, Herr Graf, während der Paarung herrscht Schonzeit..."

Der alternde Graf überrascht seine Frau mit dem Chauffeur im Bett und brüllt sie an: „ Du schamlose Person! Warum lässt du ihn nicht wenigstens den Dienstboteneingang benutzen?"

Graf Bobby ist zu einer Jagdpartie geladen. Es wird auch wirklich einiges erlegt, die Strecke ist ganz beachtlich. Anschließend an den anstrengenden Teil des Tages kommt der vergnügliche. Es gibt ein großes Essen, auf dem die erlegten Tiere zum Teil bereits verarbeitet sind. Graf Bobby als dem Ehrengast wird die Hirschzunge angeboten. Er ziert sich jedoch. „ Ach, Wissens Durchlaucht", widmet er sich aus der peinlichen Situation. „ Ich ess prinzipiell nix, was die Viecher im Maul g'habt harn. Wissens was, bratens mir ein paar Eier..."

„Johann", sagt der Baron zu seinem Diener, als ihm ein armer Bettler sein fürchterliches Elend geschildert hat, „ wirf den Mann hinaus, er zerreißt mir das Herz!"

Der Afrikaforscher doziert:Die Schlafkrankheit ist leider in Afrika noch immer weit verbreitet!" „Was Sie nicht sagen", erklärt Graf Bobby, „ aber warumlöst man das Problem nicht und schickt par Exampel tausende von Weckern da hin in diese betroffenen Gegenden?"

Die Gräfin, eine Walküre von respektablen Ausmaßen, will reiten. Der Diener soll das Pferd satteln. Nach einer Weile erscheint er wieder ohne Pferd. „Wo bleibt denn mein Reittier?" fragt die Gräfin mit hochgezogenen Augenbrauen. „ Was machen die Tiere denn?" „Frau Gräfin, sie weinen!"

Der Bobby erkundigt sich nach dem Ergehen von Muckis Jüngstem: „ Was macht er denn so, der Kleine? Ist er gesund?" „Dem geht's gut", strahlt der stolze Vater. „ Seit zehn Tagen läuft er schon." „So, na net schlecht", meint Bobby. „ Dann wird er ja bald in München sein."

Gräfin Bludau kündigt ihrem Hausmädchen: „ Es tut mir leid, Christina, aber Sie wissen, ich bekam einen Staubsauger geschenkt, der Sie ersetzen wird!" „ Na, ich wei ß nicht - f ü r Ihren Mann wird das aber eine große Umstellung sein...?!"

Der Bobby sinniert mit dem Mucki darüber, was er seiner Schwiegermutter zum Geburtstag schenken soll. „ A Bonbonniere", schlägt der Mucki vor. „Ach geh", verwirft Bobby die Anregung. „ Hob ich ihr vor zwei Jahr scho' geschenkt." „Vielleicht a Buch", meint der Mucki unverdrossen. „Ach wo, hat sie schon", wehrt Bobby ab. „ Weißt, Mucki, es soll halt was sein, was zu ihr paßt..." „Ich hab's", strahlt der Mucki. „ Schenkst ihr halt einen Faltenrock."

Hertha zur Gräfin: „ Ich werde mich noch dieses Jahr verloben, Gnädige Frau!" Fragt diese: „ Passt Ihr denn auch zusammen?" „ 0 ja, gerade eben haben wir es wieder ausprobiert!"

Gräfin Marizza ist verreist. Eine günstige Gelegenheit für den Hausherrn. Der Graf greift sich das Dienstmädchen und vernascht es: „ Donnerwetter, du bist ja viel besser als meine Frau!" „Ja, ja, ich wei ß , gnädiger Herr, Ihr Herr Schwiegersohn sagt das auch immer."

„Wie ist das nur möglich", klagt die Gräfin dem Arzt, „ vorgestern schoss mein Mann noch einen kapitalen Bock, und heute verwechselt er mich schon mit unserer Köchin?" „ Aber Gnädigste", lächelt der Augenarzt, „ seien Sie doch froh, dass er Sie nicht mit dem Bock verwechselt hat!"

Vor fünf Jahren erlitt Lord McRaff Schiffbruch und führt seit dem ein ärmliches Leben auf einer unbewohnten Insel. Endlich ist es ihm gelungen, ein Floß zu bauen, und er vertraut sich, in der Hoffnung auf Rettung, der See an. Nach einiger Zeit strandet er an einer Insel, auf der ein junges bildhübsches Mädchen lebt, das ebenfalls Schiffbruch erlitten hatte. Die Kleine setzt ihm das köstlichste Mahl vor, das er je gegessen hatte. Danach sagte sie: „ Und nun biete ich Ihnen etwas, das Sie seit fünf Jahren nicht mehr gehabt haben!" „ Sagen Sie bloß , Sie haben Whisky auf der Insel!"

„Johann", sagt der Baron zu seinem Diener, „ du musst künftig auf Alkohol verzichten. Der Arzt hat mich auf Diät gesetzt."

Das neue Dienstmädchen ist kein unbeschriebenes Blatt. Die gnädige Frau ist ungehalten: „ Bertha, Sie haben heute morgen meinen Mann geküsst. Außerdem sah ich gestern, dass Sie auch den Milchmann geküsst haben und später den Wäschelieferanten. Wenn Sie Ihre Stellung behalten wollen, lassen Sie gefälligst wenigstens den Briefträger in Ruhe!"

 

Baron Mucki hat dem Grafen Bobby einen Papagei geschenkt. Zwei Tage später packt ihn die Neugier, und er besucht den Bobby. Er schaut sich suchend um und fragt dann: „ Sag, wie hat dir der Papagei gefallen?" "Erstklassig, Mucki", sagt Bobby. „ Ein herrliches Tier und so fleischig ..." „Wieso fleischig?" fragt Baron Mucki beunruhigt. „Na ja, eben fleischig und dabei gar nicht zäh", erwidert Bobby erstaunt. „ Er kam grad recht zum Mittagessen. Ich hab ihn gleich gerupft und gebraten - er hat herrlich geschmeckt." „Ja, bist du denn wahnsinnig wor'n", ruft Mucki verzweifelt. „Einen Papagei braten und essen, das war doch ein kostbares Tier, der konnte doch sprechen." „So", wundert sich Bobby. „ Warum hat er nacha nix g'sagt?"

„Johann", sagte der Baron zu seinem Diener, „ mich juckt es. Kratz dich mal."

 

Bruno ist beim steinalten Grafen und seiner Gemahlin eingeladen. Das rauschende Fest dauert bis in die frühen Morgenstunden. Bruno hat Zeit genug, mit der entzückenden Zofe der alten Gräfin anzubandeln. Als die Vögel schon zu zwitschern anfangen, geht die Zofe auf ihr Zimmer. Nach einigen Minuten folgt ihr Bruno nach. Das Zimmer, in das er eintritt, ist völlig abgedunkelt. Im Bett liegt eine Frau. Bruno wirft sich auf sie und tut, wofür er hundert Mark versprochen hat. Dann drückt er seiner Liebespartnerin das Geld in die Hand und schleicht sich wieder hinaus. Beim Frühstück ist nur der alte Graf zugegen, und Bruno fragt höflich nach dem Befinden der Gräfin. „Oh, sie schläft noch", antwortet der Graf. „ Aber es geht ihr gut. Als ich vorhin in ihr Zimmer sah, lag ein zufriedenes Lächeln auf ihren Zügen. Was mich jedoch ein wenig irritiert hat: In der rechten Hand hält sie krampfhaft einen nagelneuen Hundertmarkschein."

Der Edelmann und sein schwächlicher Sohn reiten aus. Da treffen sie auf einen Bauern, der zwei kerngesunde Jungen bei sich hat. „Sag, wie machst du es, zwei so gesunde Jungen zu haben?" fragt der Edelmann den Bauern. „Ich mache sie selber, mein Herr!"

Es sagte der Lord in gemessenem Ton: „ James, es ist Mitternacht. Entzünden Sie den Knallfrosch, und wünschen Sie Mylady und mir ein gutes neues Jahr!"

Ein Graf erwischt seine Frau mit einem Stallburschen in eindeutiger Situation im Stall. Die Frau rennt kreischend davon. Der Graf packt den Stallburschen, klemmt sein bestes Stück in einen Schraubstock ein und greift zum Schlachtermesser. Jammert der Stallbursche: „ Nicht abschneiden, um Himmels willen nicht abschneiden." Brummt der Graf: „ Na gut, okay. Ich zünde jetzt den Stall an. Hier, nimm das Messer...!"

Graf Hohennester sitzt mit Baron Schlindberger in der Bar und betrachtet traumverloren die Stripteasetänzerinnen. Leise sagt er: „Wenn man es bedenkt, so eine Stripperin tanzt erst auf dem linken Bein, dann auf dem rechten Bein, und dazwischen spielt sich ihr ganzes Leben ab!"

„Ich möchte die Scheidung einreichen", sagt Graf Wäldle zu Baron von Heidschnuck. „Aber warum denn?" „Als ich gestern von der Jagd nach Hause kehrte, lag der Diener mit meiner Frau im Bett. Da macht man sich so seine Gedanken!"

Die Frau Gräfin wacht nach einem sehr feuchtfröhlichen Abend in ihrem Bett auf, läutet dem Diener und sagt: „Johann, wie bin ich gestern ins Bett gekommen? Ich war wohl sehr schwach?" Sagt Johann: „Das will ich nicht gerade sagen, Frau Gräfin. Beim ersten Mal jedenfalls noch nicht - aber nach dem dritten Mal haben Sie ganz schwach gestöhnt."

Vor dem Autokauf empfiehlt Baron Mucki dem Bobby ein erstklassiges Auto: „ Du, des solltest nehmen. Erstens ist es sehr billig, sozusagen ein Freundschaftspreis, und zweitens ist des schnell.... Stell dir vor, wenn du in der Nacht von Wien wegfährst, bist du schon um fünf Uhr früh in München."Bobby ist gar nicht begeistert: „ Und was mach ich nacha um fünf Uhr früh in München?"

Lord Mclntosh geht zum Arzt. „ Herr Doktor, ich bekomme keine Kinder." „Well, dann müssen wir Ihr Sperma untersuchen." „All right. Soll ich dazu meine Frau mitbringen oder reicht ihre Sprechstundenhilfe?"

Es sagte im Club ein Lord zum anderen: „ Gestern Abend war ich zum Lunch bei Lady Malcalm. Wäre die Suppe so warm gewesen wie der Wein, der Wein so alt wie der Braten, der Braten so knusprig wie das Serviermädchen und das Serviermädchen so bereitwillig wie die Lady, es wäre ein perfekter Abend geworden!"

Einer alten italienischen Gräfin erzählt die Zofe: „Und stellen Sie sich vor, die Sophia Loren hat an einem Tag im Salon fünfzehn Journalisten empfangen!" „Eine Schande", ruft die alte Gräfin, „ zu meiner Zeit empfing man im Bett, nicht im Salon!"

Sie treffen sich in der Oper im Foyer. „ Gnädige Frau!" „Gratulieren Sie mir, Herr Graf! Ich bin heute Großmutter geworden!" „Donnerwetter! Und abends schon wieder im Theater?"

„Wie sind Sie denn mit Ihrem neuen Diener zufrieden, Graf Nobody?" „Ach, Gottchen, soweit ganz gut, nur weiß ich so gar nicht, womit ich ihn tags ü ber beschäftigen soll"

„Herr Schnader, haben Sie die Stelle als Butler bei der Frau Gräfin bekommen?" „Leider nicht. Erst musste ich meine Hände zeigen, die waren in Ordnung. Die Füße auch. Aber als sie mir sagte, ich solle meine Referenzen herausholen, muss ich etwas falsch gemacht haben."

Der alte Graf schepperte in einer Ritterrüstung durch den Park. Als ein Nachbar erstaunt nach dem Grund fragt, meinte er: "Ich bin eben sparsam und trage nur meine alten Klamotten auf!"

Der alte Lord Mclntire kommt überraschend von einer Reise zurück und ertappt seine Frau in flagranti mit ihrem Geliebten.

„ Gnädige Frau", sagt er streng, „ Sie kehren sofort zu Ihrer Frau Mutter zurück, und ich werde Ihre Pension festsetzen. Unsere gesellschaftliche Stellung gestattet es leider nicht, dass wir uns scheiden lassen, aber ich möchte nicht mehr gemeinsam mit Ihnen unter dem Dach leben, das Sie entehrt haben. Sie werden also sofort abreisen... Und Sie, mein Herr", fährt er dann streng fort, „ könnten wenigstens aufhören, während ich rede!"

Auf der großen Geburtstagsparty von Graf Bobby war auch ein neues Gesicht zu sehen. Im Verlaufe des Abends fragte Bobby den Gast: ,,Bitte, was machen Sie beruflich?" ,,lch reise in Kinderwagen, Herr Graf." „Ah? Sehr interessant. Und wer, bitte, schiebt?"

Der Lord steht am Grab der gerade beerdigten Gattin. Da kommt plötzlich eine Hand aus dem Erdreich, und eine vertraute Stimme ruft: „ Hilfe! Ich bin lebendig begraben worden!" Gelassen tritt der Lord die Hand wieder fest. „ Aber nicht besonders gut."

Der Graf erzählt auf einer Gesellschaft: „ Zu meiner Geburtsstunde wurden 21 Schüsse abgefeuert!" Meint seine Tischdame: „ Na, dann seien Sie bloß froh, dass keiner getroffen hat!"

Graf Bobby humpelt in die Apotheke und beschwert sich: ,Herr Apotheker! Ihr Hühneraugenmittel ist gar nichts wen, deucht mich!" ,Wie dieses aber denn auch, Herr Graf?" ,Jetzt hab' ich schon drei Flascherln davon ausgetrunken, aber meine Hühneraugen sind immer noch dran!"

Die ältliche Gräfin sagt zu ihrem Butler: „ Johann, ich wünsche zu Bett zu gehen. Schauen Sie unter dem Bett nach, ob da ein Mann liegt, und schauen Sie auch in den Schrank." Der Butler eilt davon, kommt zurück und meldet: „ Gnädige Frau, die Herren sind bereit!"

„Sagen Sie einmal, Hertha, ich sehe, dass Sie immer rundlicher werden, haben Sie sich etwa mit einem Mann eingelassen?"

„Jawohl, gnädige Frau", gesteht das Dienstmädchen. „Wer ist es denn?" „Einer von der Eisenbahn." „Und wie heißt er?" „Das weiß ich nicht", entgegnete das Dienstmädchen. „Aber wenn ich wieder einmal nach Hause fahre, erkenne ich ihn ganz bestimmt wieder!"

Graf Bobbys Sohn kommt aus der Schule nach Hause und berichtet stolz: „ Ich habe drei Leistungskurse belegt, Papa: Griechisch, Franz ö sisch und Algebra." „ Sehr gut!" meint der Graf. „ Und was hei ß t 'Guten Abend' auf Algebra?"

Ein vornehmer Lord trägt seinem neuen Diener auf, Blumen zu besorgen und sie dann zu seiner Braut zu bringen, bei der er zum Essen eingeladen ist. Beide sind gerade beim Dessert angelangt, da naht der Diener und gibt die Blumen ab. „Na, hast was zum Ausrichten?" fragt nonchalant der Lord. „Der Gärtner lässt bestellen", sagt der Diener, „ er hätte die Blumen noch geliefert, obwohl der Stückpreis jetzt zwei Pfund ausmacht. Insgesamt betrüge die Rechnung jetzt an die fünfhundert Pfund, und wenn Sie das nicht bald bezahlen und die alte Kuh heiraten, dann könnten Sie sich Suppengemüse auf den Tisch stellen."

Graf Bobby geht hinter die Kulisse eines Varietes. „ Für hundert Schilling würde ich alle ihre Mädchen massieren!" bietet er dem Direktor an. Der schaut den verarmten Adeligen an und sagt: „ Okay, zahlen Sie gleich, und Sie können anfangen!"

Finsteren Gesichts schickt eine ältere Dame dem Herrn am anderen Tisch einen Zettel: „ Sie speisen mit meiner Hausangestellten, und sie trägt eines meiner Kleider." Notiert der Herr darunter: „ Haben Sie Nachsicht, Gräfin, sie wird es nicht mehr lange anhaben...!"

Graf Schnittlauch beschwert sich beim Diener: „ Bruno, gestern war die Zigarrenkiste noch voll, und schauen Sie jetzt!" Er deutet auf die spärlichen Überreste. Schüttelt der Diener sorgenvoll das Haupt: „ Wenn das dem Herrn Graf nur nicht schadet."

„Ich mache Sie darauf aufmerksam, dass wir einen erwachsenen Sohn im Hause haben", erklärte Frau Gräfin der neuen Haushaltshilfe. „ Na schön", antwortet diese. „ Aber das geht extra, und nicht über meinen Monatslohn..."

Zufällig öffnet der Lord die Küchentr und ruft empört der neuen Perle zu: „ Mary, mit dem Milchmann oder dem Briefträger ist mir vollkommen egal. Aber mit dem Klempner- das ist ausgeschlossen; der Mann kostet mich rund vierzig Mark die Stunde!"

„Kann ich das alte Inventar dieses Schlosses besichtigen?" fragte ein Wissensdurstiger den Portier. „ Bedaure, mein Herr", lautete die Antwort, „ die gnädige Frau und ihre Tochter sind ausgegangen."

Graf Bobby steht mit Baron Mucki am Donauufer und schaut den Lastkähnen zu, die langsam vorübergleiten. Manche der Schlepper sind so schwer beladen, dass man meinen könnte, die Fracht schwimme unmittelbar auf dem Wasser. Plötzlich wendet sich Graf Bobby ab und legt stöhnend die Hand über die Augen. „Mein Gott, was hast du denn?" erkundigt sich Baron Mucki besorgt. „ Ist dir am End schlecht word'n?" „Na, schlecht ist mir net", antwortet Graf Bobby. „ Aber Mucki, stell dir nur vor, die Donau steigt nur zehn Zentimeter... nicht auszudenken ..." Wieder wendet ersieh gequält ab. „Jo, und wos soll das sein?" fragt Mucki verständnislos „Ja, siehst du denn nicht", erregt sich Graf Bobby, „daß die Bordwand von dene Schlepper höchstens zehn Zentimeter übers Wasser ragt."

Vor Ostern verabschiedet sich die Perle Anna von der Herrschaft. „Na, denn auf Wiedersehen, liebe Anna", sagt der Graf jovial, „ und lassen Sie sich von Ihrem Mann etwas Schönes ins Nest legen." „Um Himmels willen, Herr Graf, wir haben ja schon vier!

Der Sohn des Grafen treibt es ziemlich bunt. Eines Tages nimmt ihn der Alte beiseite: „Weißt du, deine Mutter muss ja nicht wissen, womit du dein Geld durchbringst, du Wüstling. Also schreib auf deine Ausgabenliste 'Jagdkosten- ich mach das dann schon." Im nächsten Monat kommt die erste Liste an: „ Jagdkosten: 100 Mark." Beim nächsten Mal sind es 300, dann 600 Mark. Schließlich erscheint im folgenden Brief der Posten: „ Reparatur der Flinte: 1000 Mark."

"Herr von Kläglich, ich möchte Ihre Tochter heiraten." "Haben Sie schon mit meiner Frau gesprochen?" "Ja, natürlich. Tut mir leid, Herr von Kläglich, aber ich würde dennoch lieber Ihre Tochter..."

„Selma, Sie sollen sich doch nicht mit dem Postboten einlassen. Heute früh hat er sich wieder eine halbe Stunde bei Ihnen aufgehalten." „ Ach, er hat doch nur mit unserem Hund gespielt." „ So, dann sagen Sie ihm", grinst die Gräfin, „ er soll den Hund nicht so knallig küssen, dass man es bis in den Garten hört!"

Der Mucki fragt den Bobby: „ Ich hab gehört, du hast dir an Wagen gekauft, stimmt das?" Bobby nickt zustimmend: „ Ja, einen ganz großen knallroten, du, ich sog dir, der schaut sich aus ..." „Ja, wo ist er denn aber?" Der Mucki tritt ans Fenster und schaut hinaus. „ I siech ihn nirgends ... wo hast'n denn?" „Den hob ich im Schaufenster steh'n lassen", erwidert Bobby gelassen. „Im Schaufenster", wundert sich Mucki. „ Geh, was soll er denn da?" „Jam", sagt Graf Bobby. Weißt du an bessern Parkplatz?"

Gräfin Bollwetzer kommt aus der Stadt nach Hause und fragt das Dienstmädchen, ob irgend etwas los war.„Ja, gnädige Frau, der Briefträger war da." „Etwas für mich?" „Nun, das glaube ich nicht", meint das Mädchen etwas ratlos. „ Zuerst braucht er ewig, bis er kommt, und dann schläft er sofort ein!"

Seit die Post das Porto erhöht hat, schimpft der Mucki auf diese Institution. „ So a Krampf ist des, da bauens ein Gebäude höher als das andere und neumodische Maschinen zum Briefsortieren, dass d'Beamten glei durchschlafen können, und i weiß immer noch nicht womit di des eigentlich verdienen! A Zwanzig-Heller-Marke kost eben zwanzig Heller. Wo ist da der Verdienst?" „Aber Mucki!" Bobby schaut den Freund an wie einen Schwachsinnigen. „Denk doch amol. Ein Brief darf doch bis zu fünfundzwanzig Gramm wiegen, wenn du a Marke draufklebst für zwanzig Heller. Die meisten Briefe sind aber viel leichter als fünfundzwanzig Gramm. Siehst, und an dem Unterschied verdient die Post."

Gräfin Maritza fragt misstrauisch ihr Hausmädchen: „ Hanna, wieso kommen Sie denn schon so früh am Morgen aus dem Zimmer meines Mannes?" „ Ach, ich war nur zum Anheizen drin!"

Man hat schon seine Sorgen mit den Geschenken. Baron Mucki klagt: „ Also, Bobby, ich hab keine Ahnung, was i mein' Schwiegervater schenk. Was gibst denn du so immer?" „Vorig's Jahr hab ich dem Alten a Luftkissen geschenkt", antwortet Bobby. „Und heuer?" erkundigt sich Baron Mucki. „Heuer lass ich's ihm neu aufblas'n", sagt Bobby generös.

Ein englischer Lord, der sich furchtbar langweilte, fuhr nach Paris und ging in den Salon von Madame Michelle, wo man noch für gutes Geld die ausgefallensten Dinge haben konnte. „Ich hätte da eine chinesische Delikatesse", sagte dieMadame. „Nicht interessant", gähnte der Lord gelangweilt. „Wie wär's mit einer frischen Schwarzen aus Kenia?" „Bereits gehabt", wehrte der Lord ab. „Vielleicht wünschen Sie eine bildhübsche Akrobatin, die besonders im Kopfstand die schönsten Dinge tut?" „Ganz interessant", antwortete der Lord, „ aber so was hatte ich bereits in London. Nein, ich möchte gern eine knusprige vierzehnjährige Jungfrau!" Madame hob entsetzt die Hände und rief: „ Mein Herr, ich finde, das geht aber wirklich zu weit. Ich werde sofort einen Polizisten rufen!" Da gähnte der Lord wieder: „ Völlig uninteressant. So einen Burschen habe ich bereits gestern vernascht!"

Das Dienstmädchen kommt vom Einkaufen zurück und zerrt einen völlig erschöpften Mann hinter sich her. Als es das Haus betritt, ruft es der gnädigen Frau atemlos zu: „ Ich habe alles bekommen, die Nusstorte, den Butterkuchen und den Blätterteig. Nur der warme Berliner hat mir etwas Schwierigkeiten gemacht!"

Eine Äbtissin fragte den Kardinal: „Stimmt es, dass Sie mit der Gräfin Holzstolz ein Verhältnis haben?" „ Alles Lüge!" antwortet der Würdenträger. „ Genauso k nnte man behaupten, dass Sie etwas mit dem Grafen gehabt hätten!" „ Also stimmt es!" erwidert die Äbtissin.

Nach einem Urlaub in Spanien kehrt ein Lord in seinen Londoner Klub zurück. Seine Freunde befragen ihn: „ Eine schöne Reise gehabt?" „Danke, ja." „Hatten Sie keine Schwierigkeiten mit der Sprache?" „Ich eigentlich nicht", erwidert der Lord, „ aber die Spanier!'

Baron Mucki wartet auf den Grafen Bobby. Er tritt vor Ungeduld dauernd vom Trottoir auf die Straße und zurück und renkt sich fast den Hals nach Bobby aus. Endlich naht dieser völlig außer Atem. „Ja, Bobby, wo bleibst du denn?" erkundigt sich Mucki gekränkt. „ Ich wart schon eine halbe Stunde auf dich." „Entschuldig scho, Mucki", sagt der Bobby, „ aber ich hab in der Färbergaß 'n a halbe Stund auf die Tramway gewartet." „Aber Bobby", sagt der Mucki verdutzt. „ In der Färbergaß 'n fährt doch ka Tram net." „Ah, drum", atmet Graf Bobby auf. „ Drum hab i solang gwartet."

Baron Mucki besucht Graf Bobby in seiner Wohnung und trifft ihn in der Küche an, vor sich einen Berg geschnittener Semmeln. „ Ja, um Himmels willen, Bobby, was treibst du denn da?" wundert sich der Mucki. „ Ja gräßli, net", antwortet Bobby. „ Dabei wollt i bloß des ölte Knödelrezept von meiner Großmama selig ausprobieren, die schreibt: 'Man schneide drei Tage alte Semmeln ...'Jetzt schau diese Menge an, und dabei schneid' ich erst seit zwei Tagen ..."

Miß Lee hat geheiratet, obwohl ihre Freundin sie gewarnt hat: „ Mit zweiundzwanzig Jahren heiratet man keinen Fünfundsiebzigjährigen, und wenn er Millionär ist! Zehn Wochen nach der Hochzeit treffen sich die beiden Frauen wieder. „Wie kommst du denn mit deinem Mann zurecht?" fragt die Unverheiratete neugierig. „Nicht besonders. Der alte Graf ist ein bisschen pervers, er will es immer in einem Sarg machen." „0 Gott", stöhnt die andere, „ da seid ihr doch bestimmt recht mitgenommen." „Ja", seufzt die Jungvermählte, „ das schon, aber nicht so sehr wie die acht Sargträger."

Der Lord kommt unverhofft nach Hause und trifft seinen Diener im Sessel sitzend an, ein Glas Champagner vor sich und eine seiner besten Zigarren im Mund. „ Na, wunderbar, Ihnen scheint es ja ausgezeichnet zu gehen, fehlt nur noch meine Frau auf Ihrem Schoß !" „ Das hatte ich ja vor, Mylord", meint entschuldigend der Diener, „ aber der Chauffeur war heute schneller!"